30.01.-06.02.2009

Masters World Cup / SeniorenWM 2009 Autrans/Frankreich

geschrieben von Erwin Mengel – Pressereferent DSV-Seniorenlanglauf

 

 

Senioren WM auf olympischen Loipen

Merci  Autrans für perfekte Organisation - Kritik an schweren Loipen

Vom 30.Januar  bis 6. Februar 2009 fanden die 29. Senioren Weltmeisterschaften im Skilanglauf in Autrans bei Grenoble statt. Die Franzosen nutzten die WM um für ihre Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 zu punkten und überzeugten durch eine tolle Organisation von der Streckenpräparierung über zügige Wettkampfabwicklung, schöne Siegerehrungen bis zur “belle cuisine“ beim  Abschlussbankett  in der Messehalle von Grenoble.

Das Langlaufgebiet  von Autrans  - eine rund 1100 m hoch und ca. 40 km nordwestlich von Grenoble gelegene Hochebene war bei der Olympiade 1968 der Austragungsort der Nordischen Wettbewerbe  und entsprechend schwere Loipen warteten auch auf die rund 1.200 Senioren aus 28 Nationen.  Die gastgebenden Franzosen stellten  mit 250 Teilnehmern das stärkste Aufgebot. Nach den Russen war die Deutsche Mannschaft mit 124 Startern an 3. Stelle der teilnahmestärksten Teams.

Den Auftakt der von Tag zu Tag in der Stilart wechselnden Wettkämpfe der Altersklassen von 31 – über 80 Jahre bildeten die Mittelstrecken über 30 km bzw.15 km ( ab H 61 ), wobei die 15 km Schleife etwa 320 Höhenmeter aufwies und die 30 km sogar mit 700 Hm gespickt war. Für viele der Senioren war diese Belastung kaum zu schaffen – entsprechend hoch waren die Ausfälle besonders bei den Langstrecken über die 45 km Distanz, zumal noch schlechte Schneeverhältnisse       ( Nassschnee beim FT- und Neuschnee beim CL-Rennen ) zusätzliche Probleme bereiteten.

Am Montag folgen die 10 km Rennen in beiden Stilarten , die zugleich von den Nationen als Ausscheidungsrennen für die Staffelwettbewerbe herangezogen wurden. Alle Rennen wurden jeweils in den aus 5 Jahrgängen zusammengefassten Altersgruppen im Massenstart durchgeführt, wobei es insbesondere bei den H 56 und H 61 Starterfelder von bis zu 100 Teilnehmern gab.

Erfolgreichste Nation war wieder einmal Russland mit 121 Medaillen. Die deutsche Mannschaft konnte ihre Medaillenausbeute gegenüber Mc Call erheblich steigern und landete mit 12 Gold-, 13 Silber- und 21 Bronzemedaillen auf dem 5. Platz  hinter Russland, Finnland, Norwegen und Gastgeber Frankreich. Erfolgreichster Starter war der nach 2 jähriger krankheitsbedingter Pause in der Klasse H 71 am Start angetretene  Herbert Walch vom AV Hohenpeißenberg/BSV, der 3 Goldmedaillen gewann. Bei den Damen waren Lida Palme MSV München (1 x Gold u. 1 x Silber ), Kerstin Drechsler GSV Leutkirch ( 1 x Gold u. 1 x Bronze ) Stefanie Meyr SC Moosham ( 1x Silber u. 2 x Bronze ) und Barbara Haesch ( 1x Silber u. 2 x Bronze ) am erfolgreichsten.

 

Staffelgold holten die Frauen in der Klasse F4 mit Sigrid Klinge, Eva Nohl, Regina Fuchs und Irmelind Klüglein  sowie die Männer in der Klasse M6 mit Ferdinand Kraller,  Hans-Jürgen Müller, Holger Hanzlik und Schlussläufer Karl Milz, der auch noch Gold über die 45 km Skatingstrecke erzielte.

Hier ein besonders dynamisches Bild von der Spitze im 45 km Skatingrennen der Gruppe 6 mit dem späteren Sieger Karl Milz ( Nr. 6070 in der Mitte ).

 

 

Im nächsten Jahr finden die 30.World Masters in der schwedischen Langlaufhochburg FALUN statt, ehe die Wettbewerbe nach Kanada in 2011 dann wieder einmal 2012 in Deutschland ( Oberwiesenthal ) ausgetragen werden.

( Erwin Mengel – Pressereferent DSV-Seniorenlanglauf )